
Um die Auswirkungen auf das Klima zu beurteilen,muss man wissen, dass weltweit der Anteil des Atomstromes am Endenergieverbrauch bei rd. 2,5% liegt. Selbst wenn die Anzahl der Kernkraftwerke von 439 in aller Welt verdoppelt würde, was zeitlich gar nicht mehr möglich ist, würde das nur ganz geringe Effekte haben. Forum gegen Atommüll
Wie das Öko-Institut in Darmstadt berechnet, würde die Vermeidung einer Tonne CO2 mit Hilfe neuer Kernkraftwerke 400 € kosten. Bei Windkraftanlagen sind dafür nur höchsten 40 € nötig und auch beim Import von Solarstrom aus Spanien wäre man mit 65 € deutlich billiger. Am billigsten wären sowieso Energiesparmaßnahmen (Hausdämmung etc.), die mit 5 € pro vermiedener Tonne CO2 zu Buche schlagen. Man kann also bei gleichem finanziellen Aufwand mit alternativen Energien viel mehr erreichen.
Auch die CO2-Bilanz des Atomstromes sieht, trotz gegenteiliger Behauptungen, nicht gerade gut aus. Rechnet man nämlich den Abbau, den Transport, die Aufbereitung, Anreicherung des Urans und schließlich die Entsorgung des radioaktiven Abfalls hinzu, kommt man auf 90 bis 188 Gramm (je nach Herkunft des Urans) pro kWh erzeugten Stromes. Zum Vergleich: Wind und Wasserkraft benötigen dazu maximal 40 g und Solarzellen 35 bis 99 g.
Zudem werden die finanziell erschwinglichen Uranreserven innerhalb der nächsten 30 Jahre erschöpft sein, die schnellen Brüter sind technisch nicht beherrschbar. Die Baukosten für ein Kernkraftwerk liegen bei 3 bis 5 Mrd. €, da glaubt doch niemand, dass damit der Strom wieder billiger wird. Das alles sollte eigentlich auch den Politikern der CDU/CSU bekannt sein, aber hier sieht man wieder ganz deutlich, dass sie nur die Interessen des Großkapitals vertreten und die Gesundheit der Bevölkerung ist ihnen auch egal. Weitere Informationen