30. Juli

Etwa 1000 Menschen hatten sich in Stuttgart am Schlossplatz versammelt, um gegen den Einsatz der Bundeswehr in aller Welt zu protestieren. Mit dem Grundgesetz ist diese "Verteidigungsarmee" wohl nicht mehr zu vereinen. Etwa genausoviel Polizisten mußten die Politiker vor ihren Wählern schützen.
Samstag 24.Juli

Noch am selben Tag fand unser beliebtes Sommerfest auf der Blauinsel statt. Das Trio "Theodorakis" , das mit Heike Hänsel extra aus Tübingen angereist war, sorgte mit Musik aus aller Welt für einen stimmungsvollen Abend. Auch das leibliche Wohl der Gäste kam beim Grillen nicht zu kurz.
Samstag 24.Juli

Ein breites Bündnis vom Atomkraftgegnern machte die Bürger auf die Gefahren aufmerksam, die gerade für Ulm und Umgebung drohen und warb für einen Umstieg auf "grünen" Strom.
Sonntag 18.Juli

Etwa 60 Anhänger der Linken, der Grünen und sowie Gewerkschaftsvertreter protestierten gegen das Sparpaket der Bundesregierung und gegen den Sozialabbau.
Trotz zweifelhaften Wetters zog sich ein langer Zug von Menschen durch die Innenstadt, um gegen Rechts und für bessere Arbeit zu demonstrieren.
In Biblis fand am Samstag den 24.04.2010 eine Demonstration mit 15.000 Teilnehmern zur Abschaltung der Atomkraft statt. Wir waren dabei. Mehr
Rund 5000 Demonstrantinnen und Demonstranten waren am 21. März in Neckarwestheim bei der größten Anti-AKW-Demonstration im Südwesten seit 20 Jahren.
Die Redebeiträge waren sehr interessant. Unter anderem wurde der Mythos widerlegt, daß Atomstrom billig sei. Abgesehen natürlich von all den unkalkulierbaren Folgekosten und -schäden: Es wurden 260 Mrd. Euro an Subventionen für die Atomindustrie gezahlt!
Zum Abschluß des Tages wurde das größte Anti-Atom-Transparent der Welt aufgestellt. Mit über 1,5 Kilometern Länge wurde es sogar noch länger als erwartet.



Fraktion Die Linke geschlossen gegen Verlängerung des Kriegseinsatzes in Afghanistan
In der Bundestagsdebatte über den Afghanistan- Einsatz der
Bundeswehr ist es am Freitag zu einem Eklat gekommen: Bundestagspräsident
Norbert Lammert schloss die Linksfraktion von der Sitzung aus, weil sie mit
Protestplakaten gegen den Einsatz demonstriert hatte.
Auf den Plakaten standen die Namen ziviler Opfer des Afghanistan-Konflikts.
"Die Aktion war ein Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs von Kundus",
sagte ein Fraktionssprecher. Bei dem von der Bundeswehr befohlenen
Bombardement zweier Tanklaster waren im September 2009 bis zu 142 Menschen
getötet oder verletzt worden.
Lammert verlangte von den Abgeordneten der Linksfraktion zunächst, die Plakate
unverzüglich herunterzunehmen. Als sie dieser Aufforderung nicht folgten,
forderte er sie unter dem Applaus der Abgeordneten anderer Fraktionen mehrfach
zum Verlassen des Plenarsaals auf. Er verwies dabei auf die Geschäftsordnung
des Bundestags. Die gesamte Fraktion folgte schließlich der Aufforderung und
zog sich zu Beratungen zurück.
13.Februar 2010

Bereits um kurz nach 9.00 Uhr versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der thüringischen, sächsischen und hessischen Landtagsfraktionen, sowie viele weitere Genossinnen und Genossen aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen mit weiteren AntifaschistInnen auf einer Zufahrtsstraße in der Nähe des Bahnhofs Dresden-Neustadt, um durch ihre bloße Anwesenheit den Propagandamarsch tausender Nazis zu verhindern.
Gegen 11.00 Uhr gab Bodo Ramelow per Megaphon kund, daß wenn wir weiter an diesem Platz Präsenz zeigten, die Chancen sehr gut stünden, daß die Nazis nicht durch kämen.
Und so kam es auch. Nachmittags war die Meldung in den Medien zu vernehmen, daß der Naziaufmarsch definitiv abgesagt worden war. Ein Beweis für die Wirksamkeit des persönlichen Engagements jeder einzelnen Teilnehmerin und jedes einzelnen Teilnehmers dieser Blockade.
Tanja Eble.
4.Februar 2010

Wir müssen unserer Rolle gerecht werden
Klaus Ernst steigt mit der Leitfrage in seinen Vortrag ein: „Was machen wir, damit sich solche Wirtschaftskrisen nicht wiederholen?“
Er konstatiert, dass der Profit als Steuerungsinstrument versagt habe. Als Ergebnis der hohen Profite gab es nicht “Wohlstand für alle“, sondern die bittere Kehrseite des Profits waren Kinderarmut, sinkende Renten etc.
Die Konsequenzen daraus, dass die Banken nicht in der Lage sind, ihre Aufgabe zu erfüllen, ist, daß der gesamte Finanzsektor öffentlich kontrolliert werden muss.
Überhöhte Profite gab es auch in der Realwirtschaft. Dies muss strukturell geändert werden. Wichtig ist hierbei die Mitbestimmung der Beschäftigten über das, was mit ihrem Betrieb passiert. Die Wirtschaft muss unter demokratische Kontrolle gebracht werden.
Die Transfereinkommen müssen stabilisiert werden, die Renten angehoben. Durch diese Maßnahmen ist eine Stabilisierung des Konsums möglich.
Über die Erfolge unserer Partei bei den Wahlen im vergangenen Jahr sagt Klaus Ernst, dass diese aufgrund unserer klaren strategischen Ausrichtung möglich waren. Bei den Kernpunkten soziale Gerechtigkeit und Frieden kann es keine Kompromisse geben.
Derzeit ist es so, dass unsere Positionen Punkt für Punkt von anderen Parteien übernommen werden, sei es in der Frage des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan, was das Schonvermögen bei Hartz IV angeht oder in der Debatte über den Mindestlohn.
Der schnelle Personalvorschlag war deshalb notwendig, damit wir als Partei handlungsfähig bleiben.
Was politisch passiert ist so dramatisch, dass nur wir in der Lage sind, dagegen zu halten. Wir müssen unserer Rolle gerecht werden.
Die Menschen erwarten, dass wir die Realität ändern, nämlich ihre Realität, die immer schlimmer wird.
- Tanja Eble -
In ihrer halbstündigen Rede betonte Heike Hänsel die Wichtigkeit, gemeinsam mit den Menschen Widerstand zu leisten gegen die Politik der großen Koaltition. Hier verwies sie auf die anstehenden Demos in Frankfurt und Straßburg / Baden-Baden. Sie berichtete, daß es heute im Bundestag eine Diskussion gab über das „Gesetz zur weiteren Stabilisierung des Finanzmarkts“. Aber: es sind fundamentale Änderungen nötig. Es ist nicht nur ein Finanzmarkt zusammengebrochen weil einige zu gierig waren, sondern hier ist eine ganze Ideologie gescheitert. Man kommt nicht mit den gleichen Mechanismen aus der Krise heraus. Die bisherigen Profiteure können nicht jetzt wieder Gelder bekommen und als Berater fungieren!
Heike Hänsel berichtet, daß sie ab 2000/2001 bei attac war und daß es damals Forderungen nach einer Kontrolle der Finanzmärkte gab. Diese Vorschläge werden jetzt von der Bundesregierung und den Grünen diskutiert als Reaktionsmöglichkeiten auf die Krise. Damals wären es Regularien gewesen, um eine Dynamik aufzuhalten. Jetzt funktioniert dies nicht mehr. Nun ist ein drastisches Eingreifen von staatlicher Seite nötig und eine massive Umverteilung von Geldern.
Auch der Lissabon-Vertrag ist unter dem Aspekt des Sozialabbaus kritisch zu betrachten. Jetzt sind es fast eine Milliarde Menschen, die nicht genügend Nahrung haben. Auch in den Industrieländern klafft die Schere immer weiter auseinander. Die Krise ist für die Mehrheit der Menschen bereits seit Jahren da. Das derzeitige Wirtschaftssystem bedeutet auch ökologischen Raubbau.
Man braucht jetzt ganz neue Ansätze, die sich klar unterscheiden vom Neoliberalismus. Entschleunigung / Umverteilung auf globaler und nationalstaatlicher Ebene. Konzentration auf den Schutzschirm für die Menschen.
Die derzeitige Verstaatlichung wird nur getätigt um das System aufrechtzuerhalten. Es ist nicht geklärt, wie der Staat wieder an das Geld kommt wenn wieder reprivatisiert wird. Deshalb hat die Linke gegen das Gesetz gestimmt. Wir wollen eine umfassende Verstaatlichung. Die Funktion der Banken ist eine öffentliche. Trotz der Milliarden, die die Bundesregierung bereitgestellt hat, funktioniert das Bankensystem nicht. Der Staat soll selbst Kredite an Unternehmen vergeben.
Heute hat die Linke einen Antrag gestellt für ein sozial gerechtes Antikrisenprogramm.
dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/122/1612245.pdf
Firmen und Industrien bekommen Gelder wenn sie sozial und ökologisch verträglich ihre Produktion umstellen. Paritätische Mitbestimmung muß eingeführt und die Mitarbeiter direkt am Unternehmen beteiligt werden. Demokratische Kontrolle beinhaltet weiter, daß auch die Kommunen und Landkreise mitbestimmen können. Ohne eine umfassende Demokratisierung des Wirtschaftssystems wird sich nichts ändern können.
Im April: Treffen G20 (=G8+Schwellenländer). Wen die Krise am härtesten trifft sind die, die sie nicht verursacht haben. Entwicklungsländer, Wanderarbeiter etc.
Das kapitalistische Wirtschaftssystem hat nicht nur eine ökologische und soziale Krise hervorgerufen, sondern auch Kriege. In den letzten Jahren wurde massiv militärisch investiert. Die Nato hat sich aber seit Ende des Kalten Krieges überlebt. Wichtig sind jetzt internationale Abrüstungsrunden. Es geht jetzt nicht mehr um Verteidigung, sondern um Sicherung von Transportwegen für Rohstoffe und Sicherung des Welthandels. Atalanta: Symptome müssen bekämpft werden.
Ab 19.50 Uhr folgt die Diskussion zu Themen wie Hartz IV light, bedingungslosem Grundeinkommen, Demokratisierung in den Betrieben, Auflösung der Bundeswehr und:last, but not least: die Verwirklichung des demokratischen Sozialismus.

Im Vorfeld der bundesweiten Demonstrationen in Frankfurt und Berlin am 28.03.09 unter dem Motto:
"Wir zahlen nicht für eure Krise und nicht für eure Kriege.
Profiteure zur Kasse!"
veranstaltet der Kreisverband Ulm / Alb-Donau in der Gaststätte Blauflesch, Lindenstr. 2, 89077 Ulm einen Abend mit Heike Hänsel.
Die täglich sich weiter verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise bedroht nicht nur viele Menschen in ihrer Existenz, sie ist auch eine große Gefahr für die Demokratie. Spätestens jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Zu den Grundforderungen der Linken gehört, dass das von vielen erarbeitete Sozialprodukt gerecht zurückgegeben wird. Die Umverteilungspolitik von unten nach oben (materiell und politisch) muss rückgängig gemacht werden.
Heike Hänsel will an diesem Abend über die weltweite Situation und die Folgen sprechen.

- Tanja Eble -
Mitglieder von DIE LINKE Ulm und Neu-Ulm fuhren am Samstag 28.03.09 nach Frankfurt zur Großdemonstration anläßlich der Wirtschaftskrise und des bevorstehenden G20 Gipfels.
Um 13.00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung.
Die rund zweistündige Route ab Bockenheimer Warte: Bockenheimer Landstraße – Opernplatz – Hochstraße – Börsenstraße – Roßmarkt – Kaiserstraße – Weißfrauenstraße – Bethmannstraße – Römerberg
Der Verlauf der Demo war friedlich. Rund um die Börse war ein verstärktes Aufgebot von Polizeikräften zu beobachten.
In der Abschlußkundgebung am Römerberg sprach Oskar Lafontaine von der schärfsten sozialen Auseinandersetzung, die das Land erlebt hat. Deshalb werde ein Schutzschirm für die Menschen benötigt. Es müssen nun endlich diejenigen, die ein hohes Einkommen und ein großes Vermögen haben an der Finanzierung beteiligt werden. Er führte weiterhin aus, daß wir in Deutschland ein gerechtes Steuersystem brauchen. Die Verteilung der Milliarden muß demokratisch kontrolliert vor sich gehen. Ebenso ist es wichtig einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, einen Hartz IV-Satz von dem die Menschen leben können und die Renten anzuheben. Am Schluß seiner Rede betonte Oskar Lafontaine die Wichtigkeit des Zusammenstehens der linken Kräfte